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Der Online-Wettanbieter Betway
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Die 1. Bundesliga – deutsche Top-Liga mit spannender Geschichte
Die 1. Bundesliga oder einfach Bundesliga, manchmal auch Fußball-Bundesliga, ist die höchste Spielklasse im deutschen Vereinsfußball. Für echte Fußballfans ist der wöchentliche Bundesliga-Spieltag ein Höhepunkt, den es auf keinen Fall zu verpassen gilt. Die Bundesliga ist eine sehr erfolgreiche Liga. Jüngere Fußballfans sind sich oft nicht darüber im Klaren, dass es auch eine Zeit vor den Bundesliga-Spielen gab. Nicht immer wurde der deutsche Meister in der Bundesliga ermittelt. Aber schon seit langer Zeit gibt keine Diskussionen mehr darüber, ob es sinnvoll ist, eine nationale Fußball-Liga zu haben. In den Anfangszeiten der Bundesliga war das noch etwas anders. Im folgenden Artikel geben wir einen Überblick über die Geschichte der Bundesliga. Zudem stellen wir die wichtigsten Vereine der Bundesliga-Geschichte vor und geben einen Ausblick auf die Saison 2018/19.
Geschichte der Bundesliga
Die Bundesliga ist eine Erfolgsgeschichte. In allen großen europäischen Ländern hat man irgendwann begriffen, dass eine nationale Fußball-Liga eine gute Idee ist. Das beweisen die Primera Division in Spanien, die Serie A in Italien und die Premier League in England eindrucksvoll. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Bundesliga:
Vorgeschichte – So kam es zur Gründung der Bundesliga
Schon lange vor dem ersten Spieltag der Bundesliga am 24. August 1963 hatte es Überlegungen gegeben, eine nationale Fußball-Liga zu gründen. Die ersten Überlegungen gab es bereits während des Dritten Reichs. Zeitweise gab es über 50 verschiedene Fußball-Ligen in Deutschland, die allesamt den Anspruch hatten, die oberste Spielklasse zu verkörpern. Es sollte jedoch bis 1962 dauern, bis sich der DFB-Bundestag darauf einigen konnte, eine einheitliche nationale Fußball-Liga zu starten. Zum Zeitpunkt des Beschlusses gab es die Oberliga Süd, die Oberliga West, die Oberliga Nord, die Oberliga Südwest und die Berliner Stadtliga. Eines der Hauptprobleme bestand darin, einen Modus zu finden, nach dem die ersten Mitglieder der Bundesliga sportlich fair bestimmt werden konnten.
Schließlich einigte man sich auf einen Qualifikationsmodus, der aus 74 Oberliga-Mannschaften 16 Bundesliga-Teams machte. Allerdings gab es keine neuen Qualifikationsspiele. Stattdessen wurde ein kompliziertes Verfahren entwickelt, bei dem die Ergebnisse der Jahre vor der Gründung der Bundesliga berücksichtigt wurden. Einige Gründungsmitglieder der Bundesliga spielen nach wie vor eine wichtige Rolle. Aber es gibt auch Clubs, die schon seit Jahren in der 2. Bundesliga spielen oder noch weiter abgerutscht sind. Besonders bemerkenswert: Der FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach gehörten nicht zu den ersten Mitgliedern der neu gegründeten Bundesliga. Die beiden prägenden Clubs der 1970er Jahre stiegen im zweiten Jahr in die Bundesliga auf.
Die Gründungsmitglieder der Bundesliga
Die erste Bundesliga-Saison wurde mit den folgenden Vereinen gestartet: Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig, FC Schalke 04, Preußen Münster, Meidericher SV, 1. FC Köln, Borussia Dortmund, 1. FC Saarbrücken, 1. FC Kaiserslautern, VfB Stuttgart, TSV 1860 München, 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC und Eintracht Frankfurt.
Die ersten Meisterschaften und wachsende Popularität durch das Fernsehen
Der 1. FC Köln wurde der erste Meister der Bundesliga und verewigte sich damit in den Geschichtsbüchern. In den ersten Jahren war die Bundesliga ausdrücklich keine Profi-Liga. Aber es war schon damals ein offenes Geheimnis, dass die Fußballer nicht umsonst spielten. Verglichen mit heute waren die Entlohnungen natürlich gering. In den ersten Jahren wechselte der Meister ständig. Werder Bremen, TSV 1860 München, Eintracht Braunschweig und der 1. FC Nürnberg folgten dem 1. FC Köln. In der Saison 1968/69 gelang schließlich dem FC Bayern die erste Meisterschaft in der Bundesliga. In den folgenden beiden Saisons wurde Borussia Mönchengladbach Meister. Von 1968/69 bis 1976/77 holten nur diese beiden Clubs den Meistertitel in der Bundesliga. Es entstand eine goldene Ära, die national und international großen Widerhall fand.
Zahlreiche Top-Spieler und internationale Erfolge machen Bundesliga groß
Der FC Bayern brachte mit Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Sepp Maier, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Georg „Katsche“ Schwarzenbeck und diversen anderen Spielern eine Generation hervor, die auch international brillierte. Während Borussia Mönchengladbach mit Spielern wie Berti Vogts, Herbert Wimmer, Wolfgang Kleff, Allan Simonsen, Jupp Heynckes und Günter Netzer die Bundesliga zeitweise dominierte, gewann der FC Bayern von 1974 bis 1976 dreimal nacheinander den Europapokal der Landesmeister. Auf dieser Siegesserie basiert bis heute der internationale Ruhm des FC Bayern München. Andere wichtige Spieler der ersten Bundesliga-Phase waren zum Beispiel Uwe Seeler (HSV), Wolfgang Overath (1. FC Köln), Reinhard Libuda (Schalke 04 und Borussia Dortmund), Klaus Fischer (Schalke 04) und Dieter Müller (1. FC Köln). Der internationale Auftieg der Bundesliga wurde durch den Bundesliga-Skandal im Jahr 1971, bei dem diverse Spieler, Trainer und Funktionäre wegen Spielmanipulation bestraft wurden, nur kurz gebremst. Aber nach den glorreichen 1970er Jahren wurde es zusehends schwieriger für die Bundesliga, international mitzuhalten.
HSV, FC Bayern und Werder Bremen prägen die 1980er Jahre
Für die Bundesliga waren die 1980er Jahre eine schwierige Phase. Bezeichnend ist dafür der Verkauf von Karl-Heinz Rummenigge, damals einem der besten Stürmer der Welt. Der FC Bayern war aus finanziellen Gründen dazu gezwungen, dem Transfer im Jahr 1984 zu Inter Mailand zuzustimmen. Die dominierende Mannschaft zu Beginn des Jahrzehnts war der Hamburger SV. Nach zwei deutschen Meisterschaften gelang dem Club 1983 die Krönung mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Im Finale gelang Felix Magath der entscheidende Treffer gegen Juventus Turin. Unter dem österreichischen Trainer spielte der HSV zu dieser Zeit auf einem beeindruckenden taktischen Niveau. Nach den beiden Meisterschaften und dem Sieg im Europapokal gelang dem Hamburger SV kein weiterer großer Titel mehr in den folgenden Jahren. Der Klub spielte aber noch einige Jahre um die Meisterschaft mit.
Mit sechs Deutschen Meisterschaften dominierte der FC Bayern die 1980er Jahre eindeutig. Neben dem FC Bayern konnten in diesem Jahrzehnt nur der VfB Stuttgart, der HSV und Werder Bremen die Meisterschaft gewinnen. Während der VfB Stuttgart nur eine überragende Saison schaffte, gelang es Werder Bremen mehrmals nacheinander, den FC Bayern in Schwierigkeiten zu bringen. 1988 gelang schließlich der ersehnte Titelgewinn unter Otto Rehhagel. Es entstand eine große Rivalität, die nicht nur im sportlichen Bereich begründet war. Werder Bremen und der FC Bayern waren zu dieser Zeit kulturell völlig unterschiedlich geprägte Vereine. Für die Bundesliga-Fans war das eine großartige Sache, denn es kam regelmäßig zu medialen Duellen zwischen dem Bremen-Manager Willi Lemke und dem Bayern-Manager Uli Hoeneß. Auch erwähnenswert: Im Jahr 1987 stand der FC Bayern im Finale des Europapokals der Landesmeister, unterlag aber gegen den FC Porto.
Weltmeisterschaft 1990 und eine kleine Durststrecke des FC Bayern
Der Gewinn der Weltmeisterschaft 1990 in Italien war für Deutschland eine große Sache. Im Jahr der Wiedervereinigung gelang der größte Erfolg seit der Weltmeisterschaft 1974 im eigenen Land. Für die Bundesliga war die Weltmeisterschaft erstklassiges Marketing, auch wenn viele Top-Spieler wie Lothar Matthäus und Andy Brehme ihr Geld in Italien verdienten und nicht in der deutschen Bundesliga. Aber trotzdem gab es einige Bayern-Spieler in der deutschen Nationalmannschaft. Vielleicht war das ein Grund, warum der FC Bayern in den folgenden Jahren keinen Meistertitel gewann. Zunächst gelang dem 1. FC Kaiserslautern ein echter Überraschungserfolg in der Saison 1990/91. Anschließend gewannen der VfB Stuttgart und Werder Bremen die Meisterschaft. Erst in der Saison 1993/94 konnte der FC Bayern wieder den Meistertitel gewinnen. Doch in den folgenden beiden Jahren musste sich der Rekordmeister hinter Borussia Dortmund einreihen.
Eine der abenteuerlichsten Geschichten der Bundesliga ist die Meisterschaft des 1. FC Kaiserslautern in der Saison 1997/98. Zum ersten und vermutlich letzten Mal gelang es einem Aufsteiger, in der ersten Saison sofort den Meistertitel zu gewinnen. Besonders pikant: Der Meistertrainer Otto Rehhagel war kurz zuvor als Trainer beim FC Bayern entlassen worden. Trotzdem dominierte der FC Bayern mit insgesamt vier Meistertiteln auch die 1990er Jahre. International konnte der FC Bayern jedoch in diesem Jahrzehnt nicht an die großen Erfolge des vorherigen Jahrzehnts anknüpfen. Dafür gelang aber Borussia Dortmund im Jahr 1997 der Gewinn der noch jungen UEFA Champions League. Im Jahr 1999 unterlag der FC Bayern in einem dramatischen Finale Manchester United durch zwei Tore in der Nachspielzeit.
WM 2006 als wichtiger Meilenstein für Bundesliga
Nachdem die Nationalmannschaft bei der WM 1998 bei der EM 2000 schlecht abgeschnitten hatte, kam es zu großen Reformen im DFB. Insbesondere wurde die Nachwuchsarbeit erheblich verbessert. Davon profitiert die Bundesliga bis heute. Die Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land war in dieser Hinsicht ein enorm wichtiger Meilenstein. Zwar konnte die Nationalelf nicht den Titel, sondern nur den dritten Platz holen. Aber die Mannschaft trat mutig und spielstark auf. Am Ende fehlte nicht viel für den ganz großen Erfolg. Vor allem gelang es dem Team aber, neue Sympathien für den deutschen Fußball zu wecken. Insgesamt profitierte die Bundesliga von dem neuen Schwung, den Jürgen Klinsmann in die Nationalmannschaft und den DFB brachte. Viele Bundesliga-Trainer ließen sich von dem neuen Stil der Nationalelf inspirieren.
Dem FC Bayern gelang 2001 der lange ersehnte Erfolg in der UEFA Champions League. Für Borussia Dortmund, die andere Top-Mannschaft in Deutschland, brachen jedoch schwierige Zeiten heran. Aufgrund finanzieller Probleme war der Club sogar kurz vor der Pleite. Für Borussia Dortmund war das Jahrzehnt geprägt von einem langsamen Wiederaufbau mit jungen Talenten. Mit sechs Meistertiteln konnte der FC Bayern wieder einmal das Jahrzehnt dominieren. Aber auch andere Mannschaften konnten sich in den Vordergrund spielen. Die anderen vier Meistertitel des Jahrzehnts gingen an Borussia Dortmund, Werder Bremen, den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg. Vor allem durch den FC Bayern etablierte sich die Bundesliga in dieser Zeit in der europäischen Spitzenklasse.
Der Siegeszug des FC Bayern findet kein Ende
Bevor der aktuelle Siegeszug des FC Bayern beginnen konnte, gelang Borussia Dortmund ein kleines Kunststück. Nach einer finanziellen Beinahe-Katastrophe kam der Club wieder auf die Beine und konnte schließlich sogar 2010/11 und 2011/12 die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Trainer Jürgen Klopp baute eine herausragende Mannschaft auf, die mit Pressling und Gegenpressing nicht nur den FC Bayern vor gewaltige Probleme stellte. Auch international konnte sich Borussia Dortmund mit dem neuen Spielstil einen Namen machen. Angestachelt durch den neuen alten Konkurrenten investierte der FC Bayern massiv in den Kader und konnte 2012/13 wieder die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Seitdem hat der FC Bayern jeden Meistertitel in der Bundesliga gewonnen.
Viele Experten sehen die Bundesliga am Scheideweg. Es ist nie ein gutes Zeichen, wenn ein einziger Club eine komplette Liga dominiert. In England gibt es mindestens sechs Mannschaften, die realistische Titelchancen haben. In Spanien sind es mindestens drei Vereine, die den Titel gewinnen können. Italien hat mit Juventus Turin eine ähnlich dominante Mannschaft wie Deutschland mit dem FC Bayern. Aber auf lange Sicht wird sich die Bundesliga einiges einfallen müssen, um mehr Spannung in den Titelkampf zu bringen. Aber die Kehrseite ist: Der FC Bayern gehört zu den absoluten Top-Clubs in Europa. Der Gewinn der Champions League in der Saison 2012/13 war alles andere als ein Ausrutscher. Schon seit Jahren gehört der FC Bayern in jedem Jahr zu den Favoriten in der Königsklasse.
Die wichtigsten Vereine der Bundesliga
Es ist schwierig, in dieser Kategorie niemandem auf die Füße zu treten. Nur wenn wir alle Mannschaften aufzählen würden, die jemals in der Bundesliga gespielt haben, ließe es sich vermeiden, dass der eine oder andere Fußballfan beim Lesen mit dem Kopf schüttelt. Aber wir wollen uns in diesem Artikel auf die Top-Clubs der vergangenen Jahrzehnte beschränken. Im Fokus steht dabei nicht nur die Leistung in der Bundesliga. Auch die internationalen Erfolge, die letztlich immer auch auf der Bundesliga-Platzierung basieren, spielen eine wichtige Rolle.
FC Bayern München – Rekordmeister und unumstrittener Platzhirsch
Der FC Bayern München ist der unumstrittene Platzhirsch in der Bundesliga. In den 1970er Jahren wurde der Club mit Spielern wie Franz Beckenbauer und Gerd Müller national und international zu einer großen Nummer. Mit dem dreifachen Gewinn des Europapokals der Landesmeister wurde in dieser Generation die Grundlage für den dauerhaften Erfolg gelegt. Eine große Rolle spielte zudem in dieser Zeit, dass der Club das Olympiastadion in München nutzen konnte. Damals wurde ein großer Teil des Etats über die Ticketverkäufe erwirtschaftet. Das ist ein Grund, warum der große Konkurrent Borussia Mönchengladbach irgendwann nicht mehr auf höchstem Niveau mithalten konnte. Aber der Fairness halber muss auch erwähnt werden, dass der FC Bayern seit Jahrzehnten erstklassig geführt wird. In den 1970er Jahren war Robert Schwan als Bayern-Manager stilprägend für die Bundesliga. Anschließend sorgte sein Nachfolger Uli Hoeneß dafür, dass der Club in immer neue Höhen aufsteigen konnte.
In den 1980er und 1990er Jahren war der FC Bayern national eine Macht. Aber international fehlten die ganz großen Titel. Außer dem UEFA-Cup im Jahr 1996 gelang dem Club in diesen beiden Jahrzehnten kein großer Titelgewinn. Im Jahr 1999 scheiterte der FC Bayern auf dramatische Weise im Finale der Champions League an Manchester United. Zwei Jahre später gelang dem Club nach 25 Jahren der ersehnte Erfolg in der Königsklasse. Seitdem gehört der FC Bayern wieder zu den absoluten Spitzenklubs in Europa. Finanziell kann der Club mit allen Konkurrenten in Europa mithalten, auch weil der FC Bayern zu einer internationalen Marke geworden ist. Der FC Bayern ist der einzige deutsche Verein, der es sich leisten kann, Spieler auch dann nicht zu verkaufen, wenn gigantische Millionenbeträge angeboten werden. Der FC Bayern hat insgesamt 28 Meisterschaften gewonnen. Im DFB-Pokal stehen 18 Titelgewinne zu Buche. Den Ligapokal hat der FC Bayern sechsmal gewonnen und den Supercup siebenmal. Das sind beeindruckende Zahlen, an die kein anderer deutscher Club auch nur ansatzweise heranreicht. Der FC Bayern ist auch international bei den deutschen Clubs das Maß aller Dinge. Der Gewinn der Champions League gelang dem Verein fünfmal. Den Europapokal der Pokalsieger und den UEFA-Cup konnte der FC Bayern jeweils einmal gewinnen. Zudem hat der Club auch den UEFA Super Cup bereits einmal gewonnen. Auch der Gewinn der FIFA-Club-Weltmeisterschaft ist ein hübsches Detail in der Titelliste. Der Weltpokal steht zweimal in der bayerischen Trophäensammlung. Der FC Bayern ist einer der wenigen Clubs, der alle wichtigen Vereinspokale mindestens einmal gewonnen hat. All das macht den FC Bayern zum Aushängeschild der Bundesliga.
Borussia Dortmund – Erfolgreicher Traditionsklub aus dem Ruhrgebiet
Borussia Dortmund ist neben dem FC Bayern München der einzige deutsche Club, der die Champions League gewonnen hat. Im Jahr 1997 gelang dem Verein dieses Kunststück gegen den Top-Favoriten Juventus Turin. Aber auch in der Bundesliga hat Borussia Dortmund Spuren hinterlassen. Nachdem der Club zwischenzeitlich einer einmal pleite war, gelang es der Vereinsführung Schritt für Schritt eine neue Mannschaft aufzubauen, die schließlich in den Jahren 2011 und 2012 die Deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. Der anschließende Siegeszug des FC Bayern hat viel damit zu tun, dass Borussia Dortmund unter Jürgen Klopp zu einem echten Ärgernis für Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge wurde. Borussia Dortmund hat auch in den letzten Jahren den FC Bayern immer wieder in der Bundesliga, aber auch im DFB-Pokal in einzelnen Spielen ärgern können.
Schalke 04 – Traditionsklub aus dem Ruhrgebiet mit vielen Höhen und Tiefen
Ohne Schalke 04 währet die Bundesliga definitiv um eine Attraktion ärmer. In der Bundesliga ist Schalke 04 nie Meister geworden, aber vor der Bundesliga-Zeit ist dem Club dieses Kunststück gleich mehrmals gelungen. Unvergessen ist der „Meister der Herzen“, als der Schalke 04 in letzter Sekunde den schon sicher geglaubten Meister-Titel noch verlor. Der FC Bayern wurde wieder einmal Meister und Schalke 04 war untröstlich. In den letzten Jahren konnte Schalke nur selten die stets hohen Erwartungen der Fans erfüllen. Aber in der letzten Saison ist der Club unter Manager Christian Heidel und Trainer Domenico Tedesco zu einer neuen Stabilität gekommen. Für die neutralen Fans nicht ganz so schön: Die unterhaltsamen unruhigen Zeiten scheinen bei Schalke 04 vorerst vorbei zu sein.
Hamburger SV – Unverzichtbarer Verein in der Bundesliga-Geschichte
Der Hamburger SV einer von zwei Clubs in dieser Aufzählung, die aktuell nicht in der Bundesliga spielen. Trotzdem gehört der HSV unbedingt in einer solchen Übersicht dazu. Der Hamburger Sportverein war ein Gründungsmitglied der Bundesliga. Kein anderer Verein hat es geschafft, so lange in der Bundesliga zu bleiben ohne Abstieg. Jede Serie endet irgendwann einmal und der HSV musste schließlich in der Saison 2017/18 nach einem lange anhaltenden Niedergang den Weg in die 2. Bundesliga antreten. Unvergessen bleiben trotzdem die Meisterschaften des HSV. Zudem ist der Hamburger SV einer der wenigen Bundesliga-Clubs, die den Europapokal der Landesmeister gewinnen konnten. Nicht nur die HSV-Fans hoffen, dass bald wieder bessere Zeiten anbrechen für den hanseatischen Traditionsverein.
Borussia Mönchengladbach – Legendärer Bayern-Rivale in den 1970er Jahren
Borussia Mönchengladbach dominierte in den 1970er Jahren zusammen mit dem FC Bayern die Bundesliga. Mit Spielern wie Berti Vogts, Jupp Heynckes, Rainer Bonhof und Günter Netzer konnte Borussia Mönchengladbach der legendären Bayern-Mannschaft mit Franz Beckenbauer und Gerd Müller regelmäßig Paroli bieten. Unter dem legendären Trainer Hennes Weisweiler kam die „Fohlenelf“ zu nachhaltigem Ruhm. Auch heute noch gibt es viele Fans des Clubs, die mit viel Nostalgie an die beste Phase des Clubs erinnern. Aber auch in jüngerer Vergangenheit ist Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga immer wieder positiv aufgefallen. Für den Meistertitel hat es zwar lange nicht mehr gereicht, aber die Qualifikation für die Champions League ist seit Jahren ein realistisches Ziel.
1. FC Köln – Verrückte Fans und ein echter Geißbock
Der 1. FC Köln ist ein Club der Extreme. Als erster Meister der Bundesliga überhaupt ist der Club aus der Geschichte dieses Wettbewerbs nicht wegzudenken. Die zweite und bis dato letzte Meisterschaft gelang dem Club in der Saison 1977/78. Seitdem hat es viele Versuche gegeben, die alten Erfolge zu wiederholen. Aber nach einer starken Phase in den 1980er Jahren setzte ein langsamer Niedergang ein, der schließlich in mehreren Abstiegen mündete. Auch aktuell spielt der 1. FC Köln wieder in der 2. Bundesliga. Das bedeutet aber nicht, dass die Fans zu Hause bleiben würden. Das heimische Stadion im Stadtteil Müngersdorf ist trotz Zweitklassigkeit oft ausverkauft. Die Kölner rechnen mit nicht weniger als dem direkten Aufstieg, am besten als Meister der 2. Bundesliga. Und wenn dann die ersten Spiele in der 1.Bundesliga erfolgreich gestaltet werden, ist davon auszugehen, dass die euphorische Lokalpresse vom Europapokal fantasiert. Mit Mittelmaß können die Kölner schlecht leben.
Werder Bremen – Hanseatischer Bayern-Rivale mit legendärem Rekordtrainer
Werder Bremen war lange Zeit der größte Rivale des FC Bayern. Die erste starke Phase gab es Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre unter dem Trainer Otto Rehhagel. Rehhagel war schon in jungen Trainerjahren eher konservativ. Aber obwohl seine Trainingsmethoden immer wieder einmal öffentlich infrage gestellt wurden, gelangen dem Trainer bemerkenswerte Erfolge angesichts der doch recht bescheidenen finanziellen Möglichkeiten in Bremen. Insgesamt konnte Rehhagel zwei Meisterschaften feiern, obwohl der FC Bayern in beiden Meisterjahren den deutlich teureren Kader hatte. Eine zweite starke Phase erlebte Werder Bremen Anfang der 2000er Jahre unter Thomas Schaaf. Die Meisterschaft im Jahr 2004 war die Krönung dieser Ära, die von Spielern wie Ailton und Micoud geprägt wurde. Von einer Meisterschaft ist Werder Bremen aktuell weit weg. Aber der Verein hat sich nach einer längeren Durststrecke wieder gefangen und ist auf einem guten Weg.
Die Bundesliga im Vergleich mit anderen Top-Ligen
Die Bundesliga ist eine der europäischen Top-Ligen. In der UEFA-Fünfjahreswertung, die auf den internationalen Erfolgen basiert, liegt Deutschland hinter Spanien, England und Italien auf dem vierten Platz. Der Abstand zum Fünftplatzierten Frankreich ist komfortabel. Es ist enorm wichtig, einen der vier ersten Plätze langfristig zu sichern, denn nur dann ist es möglich, mit vier Mannschaften in der Champions League und drei Mannschaften in der Europa League anzutreten. Auf lange Sicht dürfte es für Deutschland unmöglich sein, mit England zu konkurrieren. Die englische Premier League ist mit Abstand die finanzstärkste Liga der Welt. Durch potente Investoren und gigantische Fernsehverträge ist die Premier League auf lange Sicht finanziell nicht zu schlagen. Das sollte zumindest mittelfristig auch dazu führen, dass England die klare Nummer 1 in der UEFA-Fünfjahreswertung wird. Spanien war in den letzten Jahren besser als England. Vor allem die drei Top-Clubs Real Madrid, FC Barcelona und Atlético Madrid konnten international immer wieder für Furore sorgen. Nicht nur in der Champions League, sondern auch in der Europa League konnten die spanischen Clubs regelmäßig überzeugen. Betrachtet man die letzten fünf Jahre konnte nur der FC Bayern durchweg überzeugen international. Borussia Dortmund hatte einige gute Jahre, konnte zuletzt aber nicht mehr begeistern. Die anderen deutschen Top-Clubs haben zweifellos das Potenzial, auch europäisch mehr zu erreichen als in den letzten Jahren. Aber selbst wenn alles optimal läuft, dürfte es schwierig werden, an England und Spanien dauerhaft vorbeizukommen. Es ist allerdings realistisch, Italien vom dritten Platz zu verdrängen. Die Bundesliga hat nicht zufällig international einen sehr guten Ruf.
Die Stadien der Bundesliga sind auf absolutem Top-Niveau und auch die Stimmung in den Stadien ist erstklassig. Das ist in den anderen europäischen Liegen nicht immer der Fall. In England sind die Stadien zwar großartig, aber die Stimmung ist oft nicht überragend. Die italienischen Vereine leiden teilweise an Zuschauerschwund. Zudem sind viele Stadien veraltet. In Spanien sind die großen Vereine erstklassig aufgestellt. Aber der finanzielle Abstand zu den Clubs im Mittelfeld und im unteren Drittel der Tabelle ist teilweise noch größer als in der Bundesliga. Die Bundesliga steht insgesamt gut da im internationalen Vergleich. Aber es sollte den Verantwortlichen Sorge machen, dass das Potenzial für Verbesserungen in den drei konkurrierenden Ligen deutlich größer ist als in Deutschland.
Ausblick auf die Saison 2018/19 – Von der Meisterschaft bis zum Abstiegskampf
Der FC Bayern München hat die Bundesliga in den letzten Jahren in einer furchterregenden Art und Weise dominiert. Seit Jahren gibt es keine Mannschaft mehr, die den FC Bayern auch nur ein wenig ins Schwitzen gebracht hat. Es gibt die durchaus berechtigte Hoffnung, dass sich dies in der Saison 2018/19 ändern könnte. Mit Borussia Dortmund ist der größte potenzielle Rivale deutlich besser aufgestellt als in den vorherigen Jahren. Ob Borussia Dortmund am Ende tatsächlich dazu in der Lage ist, den FC Bayern vom Thron zu stoßen, bleibt abzuwarten. Aber auch beim FC Bayern ist nicht alles perfekt. Es gibt Hinweise darauf, dass die heile Bayern-Welt vielleicht in dieser Saison etwas ins Wanken geraten könnte.
Die Meisterchancen des FC Bayern unter der Lupe
Der FC Bayern München ist nach wie vor der Club mit den größten finanziellen Mitteln. Der Etat ist wesentlich größer als bei Borussia Dortmund und allen anderen Clubs in der Bundesliga. Zudem haben die Bayern in der aktuellen Ära viele kluge Entscheidungen getroffen. Zentral für die Erfolge der letzten Jahre sind dabei die Verpflichtungen von Franck Ribéry und Arjen Robben gewesen. Auch im fortgeschrittenen Fußballeralter sind die beiden Superstars nach wie vor dazu in der Lage, in der Bundesliga Spiele zu entscheiden. Zudem gibt es viele weitere Top-Spieler im Kader, zum Beispiel James Rodriguez, Thiago, Robert Lewandowski, Mats Hummels, Joshua Kimmich und Manuel Neuer. Wenn es nur um die individuelle Qualität geht, führt kein Weg am FC Bayern vorbei.
Allerdings sind Franck Ribéry und Arjen Robben eindeutig über ihren Zenit hinaus. Zudem sind beide Spieler in den letzten Jahren sehr verletzungsanfällig gewesen. Mit Kingsley Coman und Serge Gnarbry hat der FC Bayern zwar zwei potenzielle Nachfolger im Kader. Aber auch die beiden Jungstars sind oft verletzt. Zudem müssen beide Außenspieler erst noch beweisen, dass sie auf dem hohen Bayern-Niveau dominierende Rollen spielen können. Auch wenn beide zweifellos Talent haben, ist keineswegs gesichert, dass sie die Spiele ähnlich dominieren können wie die beiden großen Vorbilder. Verletzungspech und Formkrisen bei den Außenstürmern können dazu führen, dass die Mannschaft aus der Balance gerät. Vielleicht hat auch nicht jeder Bayern-Spieler mehr die absolute Motivation in Bundesliga-Spielen. Zugegeben, das ist eine vage Hoffnung, aber irgendwann ist jede Ära einmal vorbei.
Die Meisterchancen von Borussia Dortmund unter der Lupe
Borussia Dortmund ist der letzte Verein, der vor den Bayern die Deutsche Meisterschaft gewonnen hat. Aber nicht nur deswegen wird Borussia Dortmund von den meisten Experten in der Saison 2018/19 als einziger ernstzunehmender Herausforderer des FC Bayern gehandelt. Borussia Dortmund hat einen sehr gut besetzten Kader. Besonders wichtig: Mit Thomas Delaney und Axel Witsel hatte Club zwei Top-Spieler für das zentrale Mittelfeld eingekauft. Dortmund war in den letzten Jahren notorisch schwach in diesem Bereich. Schon die ersten Eindrücke in der Saisonvorbereitung zeigten, dass diese beiden Spieler die Mannschaft wesentlich stabiler machen. An Qualität in der Offensive fehlt es ohnehin nicht. Mit Marco Reus und jungen Talenten wie Jaden Sancho und Christian Pulisic ist zudem das Tempo im Angriff beeindruckend hoch.
Bei Borussia Dortmund wird vieles davon abhängen, ob Marco Reus endlich einmal eine komplette Saison ohne große Verletzungen durchspielen kann. In den letzten Jahren war dies leider nicht der Fall. Auch das ist ein Grund, warum Borussia Dortmund nie in eine echte die Duell-Situation mit dem FC Bayern München gekommen ist. Ein anderer wichtiger Faktor ist der neue Trainer. Lucien Favre hat auf all seinen Stationen bewiesen, dass er eine Mannschaft in kurzer Zeit deutlich besser machen kann. Vor allem erhoffen sich die Dortmunder Verantwortlichen, dass Favre das taktische Grundgerüst deutlich stabilisiert. An individuellen Qualitäten hat es nie gemangelt bei Dortmund. Aber insbesondere die Defensive war in den letzten Jahren oft erschreckend schlecht organisiert. Wenn alles passt, hat Dortmund eine realistische Chance, den FC Bayern zumindest in Schwierigkeiten zu bringen. Das gilt umso mehr, wenn der FC Bayern vielleicht nicht ganz so überragend spielen sollte wie in den letzten Jahren.
Welche Teams spielen sonst noch oben mit?
Red Bull Leipzig, Bayer Leverkusen, Schalke 04, TSG Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach sind nach Borussia Dortmund die ersten Anwärter auf die Plätze hinter dem FC Bayern. Auch wenn diese Mannschaften gut besetzt sind, müsste schon viel passieren, damit einer dieser Clubs am Ende um die Meisterschaft spielen kann. Unmöglich ist es nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Spannend wird allerdings der Kampf um die Plätze in der Champions League. In der letzten Saison haben viele Top-Clubs in der Bundesliga unter ihren Möglichkeiten gespielt. Es gibt die berechtigte Hoffnung, dass die Saison insgesamt in der Spitze spannender wird als im letzten Jahr. Große Abgänge muss keiner der Clubs, die um die Champions League spielen, verkraften. Das ist immer eine gute Voraussetzung, um mit einer eingespielten Mannschaft nach den vorderen Plätzen zu streben.
Vielleicht wird es auch wieder einer Überraschungsmannschaft gelingen, weit vorne zu landen. Mannschaften wie der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt können eventuell über sich hinauswachsen. Allerdings können solche Teams auch sehr leicht in den Abstiegskampf geraten, wenn nicht alles passt. Dagegen ist in der Bundesliga letztlich nur der FC Bayern München immun. Alle anderen Vereine haben in der jüngeren Vergangenheit bereits erlebt, dass eine schlechte Saison sehr leicht zu einer mehr oder weniger akuten Abstiegsgefahr führen kann. Auch das macht die Bundesliga zur einer interessanten Liga. Allerdings wäre es schön, wenn mehr Clubs sich zutrauen würden, gegen den großen FC Bayern mutig anzutreten.
Kampf um den Klassenerhalt wird besonders spannend
Der Klassenerhalt ist das erste Ziel für viele Mannschaften, die in der Bundesliga spielen. Besonders gilt dies für die beiden Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Nürnberg. Aber auch Mannschaften wie der SC Freiburg, Hannover 96, FC Augsburg, Mainz 05, VfL Wolfsburg, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt wissen vom ersten Spieltag, dass jeder Punktgewinn auch ein Punktgewinn gegen den Abstieg ist. In den letzten Jahren konnten sich viele Mannschaften in der Bundesliga bis kurz vor Schluss nicht sicher sein, dass der Klassenerhalt gelingt. Letztes Jahr hat es mit dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV zwei Urgesteine der Bundesliga erwischt. Dieses Beispiel zeigt, dass sich niemand sicher sein kann. Immerhin steigen nur zwei Mannschaften direkt ab. Der Drittletzte in der Tabelle hat die Chance, in zwei Relegationsspielen gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga den Abstieg noch zu verhindern.
Bundesliga-Vereine im internationalen Wettbewerb 2018/19
In den letzten Jahren war es vor allem der FC Bayern München, der international die deutschen Fahnen hochgehalten hat. Borussia Dortmund konnte vor allem letztes Jahr nicht überzeugen. Ansonsten ist Borussia Dortmund aber eigentlich eine verlässliche Größe in der Champions League. Der FC Bayern möchte in jedem Jahr die Champions League gewinnen. Aber ob die Qualität des Kaders in diesem Jahr wirklich für dieses hohe Ziel ausreicht, muss sich erst noch zeigen. Allerdings gibt es auch nicht viele andere Mannschaften, die deutlich besser besetzt wären. Den FC Bayern haben die anderen Top-Clubs in Europa immer im Blick. In den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass die Spieler des FC Bayern dazu in der Lage sind in der Champions League ihre Top-Leistungen abzurufen. Für Borussia Dortmund sollte es dieses Mal möglich sein, die Gruppenphase zu überstehen. Wenn die Mannschaft in Top-Form ist, sind sogar Träume von höheren Zielen möglich.
Schalke 04 ist kein absoluter Neuling in der Champions League. Aber der Club muss in der aktuellen Konstellation erst noch zeigen, dass das neue Defensiv-Konzept auch für internationale Erfolge auf Top-Niveau geeignet ist. Die Schalker Fans sehnen sich nach großen internationalen Erfolgen, denn seit den legendären Eurofightern fehlen die Highlights in den europäischen Wettbewerben. Für Hoffenheim wird die Champions League ein besonderes Abenteuer. Es wird spannend sein zu sehen, wie der junge Trainer Julian Nagelsmann seine unerfahrene Mannschaft auf die zahlreichen englischen Wochen einstellen wird. Hoffenheim wäre nicht der erste Club, der einen hohen Preis bezahlen muss für die Qualifikation zur Champions League.
In der Europa League wird die Bundesliga von Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und RB Leipzig vertreten. Vor allem Bayer Leverkusen und RB Leipzig ist einiges zuzutrauen in diesem Wettbewerb. Eintracht Frankfurt hat zahlreiche Schlüsselspieler und den Erfolgstrainer verloren. Es ist durchaus möglich, dass Eintracht Frankfurt auch eine gute Rolle in der Europa League spielt. Aber für den Hessen-Club wird es in erster Linie darum gehen, in der Bundesliga zu überzeugen. Bayer Leverkusen und RB Leipzig sehen sich perspektivisch eher in der Champions League. Entsprechend hoch muss der Anspruch in der etwas leichteren Europa League sein. Im Falle von RB Leipzig könnte es sich positiv auswirken, dass die junge Mannschaft im letzten Jahr bereits international gute Leistungen gebracht hat und viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnte.
Fazit: Bundesliga darf gerne wieder spannender werden an der Spitze
Die Bundesliga hat eine tolle Geschichte mit vielen Highlights. Großartige Clubs wie FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Borussia Dortmund und der Hamburger SV haben das Bild der Bundesliga national und international geprägt. In den letzten Jahren ist die Bundesliga etwas ins Ungleichgewicht geraten, weil der FC Bayern aufgrund seiner immensen Finanzkraft alles dominiert. In Zukunft wird vieles davon abhängen, ob die Bundesliga sich genauso wie die anderen europäischen Top-Ligen für Investoren stärker öffnen wird. Ansonsten dürfte es schwierig werden für alle Clubs hinter dem FC Bayern. Allerdings ist dieses Thema bei den Fußballfans nicht besonders beliebt, da eine weitere Kommerzialisierung des Fußballs befürchtet wird. Letztlich wird es für die Bundesliga aber auf Dauer kaum machbar sein, auf hohem Niveau zu bestehen, wenn keine fundamentalen Änderungen stattfinden. Auch für den FC Bayern München wäre es langfristig nicht günstig, wenn die Bundesliga international abgehängt würde. Aber so weit ist es noch lange nicht. Für die Saison 2018/19 gilt: Es gibt berechtigte Hoffnungen, dass es eine spannende Bundesliga-Saison geben wird und einige Bundesliga-Clubs auch international für Furore sorgen werden.